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Braucht Kloten eine Tagesschule?

Das Modell Tagesschule ist auf dem Vormarsch. Was spricht für und was gegen dieses moderne Schulmodell? Die Verantwortlichen der Schule gaben Eltern und Interessierten die Möglichkeit, über diese Frage zu diskutieren.

Die Neugier bei den Teilnehmenden des Open Forums vor einigen Wochen war gross. Einige hatten bereits klare Vorstellungen, wie eine Tagesschule aussehen sollte, andere haben ein gutes Netzwerk und sind auf keine Ganztageseinrichtung angewiesen.

Wenn beide Elternteile arbeiten und keine Grosseltern bereitstehen, bedeutet das für viele Familien Stress. Eltern machen täglich den Spagat und die Betreuung der Sprösslinge erfordert eine präzise Organisation. „Meine Frau und ich geben uns oft die Türklinke in die Hand“, gesteht ein Vater von drei Kindern. Die Vereinbarung von Familie und Beruf, die Integration von Kindern aus bildungsfernen Familien sowie die Entlastung von Alleinerziehenden sprechen klar für Tagesschulstrukturen. Der Schulpräsident von Kloten, Kurt Hottinger, ist überzeugt, dass Tagesschulen zeitgemäss sind und das Zukunftsmodell darstellen: „Tagesschulen bieten jedem Kind den Zugang zur Bildung, unabhängig von den Fördermöglichkeiten der Eltern.“

Die Bedürfnisse der anwesenden Eltern sind sehr unterschiedlich. In einem Punkt waren sich jedoch alle einig: Die Tagesstrukturen sollten mittels eines modulartigen Betreuungsangebots frei wählbar sein. Zusätzlich zum Mittagessen sollten auch die Hausaufgaben erledigt sein, wenn das Kind nach Hause kommt. Engagiert wurde zudem diskutiert, wie lange eine Tagesschule dauern sollte und wieviel sie kosten dürfte. Weitere Vorteile sahen einige Anwesende darin, dass das integrative Arbeiten und das soziale Lernen mit den Schülerinnen und Schülern besser möglich wären. Die Kinder könnten vermehrt Zeit mit ihren Freunden verbringen und hätten mehr freie Zeit für ihre Hobbies. Ausserdem würden die Kinder nicht mehr stigmatisiert.

Die Mehrheit ist für eine Tagesschule

Skeptiker vertreten den Standpunkt, dass das traditionelle Familienbild durch eine Ganztagesbetreuung in der Schule gefährdet würde und dass weniger auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingegangen werden könnte. Ausserdem hätten die Kinder keinen Rückzugsort.

Der Kantonsrat hat sich im letzten Jahr deutlich für Tagesschulen ausgesprochen. Die Gemeinden entscheiden jedoch selber, ob sie dieses Schulmodell einführen möchten und wie das Angebot aussehen sollte. Auch die Mehrheit der 14 Anwesenden am Open Forum sprach sich für das Modell Tagesschule in Kloten aus. Elsbeth Fässler, Bereichsleiterin Bildung + Kind, erwähnte, dass die Schule Kloten das strategische Ziel hat, ein Konzept für eine Tagesschule mit pädagogischen Ansätzen auszuarbeiten.


Open Forum
 

Datum der Neuigkeit 14. März 2019