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Neuigkeiten

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Musikalische Emotionen beim Schülerkonzert

Dass Schülerinnen und Schüler der Musikschule ihr Gelerntes in musikalisch wirksame Emotionen umwandeln können – davon zeugte vor kurzem das gemeindeübergreifende Konzert der Musikschule Kloten Bassersdorf Lufingen.

In seinen Begrüssungsworten ging der neue Schulleiter Thorsten Roth vor etwa hundert Zuhörern auf die grundsätzliche Bedeutung des Vorspielens im Lernprozess ein. Demnach sind nicht nur die eigene Vorbereitung im Übungsraum oder die Unterrichtsstunde mit dem Lehrer unverzichtbar für den Lernprozess, sondern das Vorspielen selbst ist eine besondere Leistung, die ein Kind oder Jugendlicher vor einem grossen oder kleinen Publikum vollbringt. Vorspielen ist Teil des Lehrplans und wird an der Musikschule mitgelehrt. Vorspielen bildet. Es ist ein aufregender Leistungsnachweis für einen konzertierenden Schüler, zumindest teilweise vergleichbar mit der Ausarbeitung und Selbstpräsentation bei einem Vortrag. Nur dies zu tun, ist eine in hohem Masse anerkennenswerte Leistung, die das Publikum während und vor allem zum Ende des Konzertes mit grossem Beifall honorierte.

Mehrstimmige Kompositionen

Im Programm wechselten sich Schüler der Trompetenklasse von Keita Kitade ab: Mit herzigem Beitrag die Volks-und Weihnachtsliedsolos von Nicolas Baur, Phillip Lagler und Leandro Kehl, dann bereits Duo-(Patrizia Sigrist) und Trioformationen (Miro Knoblauch, Marco Taddeo) mit dem Lehrer gemeinsam. Hier wurde sicht- und hörbar, wie wichtig und klanglich bereichernd es ist, dass das Erlernen eines Instrumentes im Einzelunterricht doch als Ziel in ein musikalisches Ensemble führt. Die mehrstimmigen Kompositionen machten den ausführenden jungen Trompetern und dem Publikum sichtbare Freude.

Weihnachtslieder und Popballaden

Wie das einzige Klavierduo des Abends, Charlene Eicher und Nathina Rajendran, die ein Potpourri mehrerer Weihnachtslieder gefühlvoll vortrugen, überzeugten auch die drei weiteren Pianisten Fiona Pertoldi, Leonia Schaller (beide Klasse Remo Kleiner) und Liem Truong (Klasse Felix Escher) mit musikalisch sensitiven Vorträgen dreier Popballaden.

Ensembles und Orchesterformationen

Das Programm bot nun noch weiteren Ensembles eine willkommene Gelegenheit sich zu präsentieren: Das eröffnende Streicherensemble unter der dirigentischen Leitung von Violalehrer Gregoire Babey – zwar fehlt ihm noch ein Kontrabasseleve um die Orchesterbesetzung zu komplettieren, den Continuopart übernahm Schulleiter Thorsten Roth am Klavier – musizierte barocke Musiken von G.F. Händel und Antonio Vivaldi sowie ein Kurzarrangement des mit diesem Stück legendär gewordenen Luis Armstrong „Oh, when the Saints“. Vor allem das zweite originale Stück, der Konzertsatz „Allegro“ aus dem Violinkonzert machte deutlich, welche Entwicklung das Streichorchester bereits genommen hat. Seine formidable und auswendig musizierende Solistin war die 12-jährige Valerie Gast. Das momentan 10-köpfige Streichensemble „Springbogen“ mausert sich zu einer echten Orchesterformation.

Mit feiner Phrasierung und Intonation, dazu kammermusikalischer Präzision, gestaltete das Trio aus Blockflöten drei (früh)-klassischen Werke von Gluck, Haydn und Hook. Dea Sikiric und Salome Borer waren die musikantischen Schülersolisten im von Bettina Pestalozzi geleiteten und ergänzten „Klass(e)iktrio“.

Gitarrenklänge

Boris Bertoks Gitarrenensemble mit ebenfalls 10 jungen Musikern hatte sich für seinen Auftritt eine besondere Choreografie einfallen lassen: Ein Musiker nach dem anderen kam auf die Bühne und erweiterte das Orchester musizierend bis zu seiner Vollständigkeit. Mit dem letzten Weihnachtslied verwiesen die mitgebrachten brennenden Kerzen auf die begonnene Weihnachtszeit. Manchmal wurde der warme Klang des Gitarrenchors durch ein Solo unterbrochen. Für dieses war der 15-jährige Mic Morosani aus Bassersdorf vorgesehen, der damit eine Kostprobe seiner musikalischen Fähigkeiten gab. Unlängst hatte er mit grossem Erfolg und Auszeichnung in Bratislava an einem internationalen Gitarrenwettbewerb teilgenommen.

Das so abwechslungsreiche Konzert endete mit einem furiosen Auftritt dreier leidenschaftlich aufspielenden Gitarristinnen und Gitarristen aus der Instrumentalklasse von Esther Fink:
In jeweils 2 Duos zusammengestellt präsentierten Angeli Sutter/Nuria Robles und Nuria Robles und ihr Bruder Adrian Robles dem begeisterten Publikum südamerikanische und südspanische Gitarrenmusik mit exaltierter Emotion.
Sie schlossen unter kräftigem Applaus ein beeindruckendes Konzert von Musikschülern aus Kloten, Bassersdorf und Lufingen, die anschliessend zum Dank einen Zopf in Form eines Notenschlüssels entgegen nahmen.

Datum der Neuigkeit 5. Jan. 2017