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Vorstösse

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Interpellation; Tania Woodhatch, EVP; Förderung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe

Datum 13.09.2017
Geschäftsart Interpellation
Geschäftsnummer 6122
Status Eingereicht
Verfasser/Beteiligte Tania Woodhatch (Vorstösser/in)
Heiri Brändli (Mitunterzeichner/in)
Behörden Gemeinderat
Stadtrat

An der Gemeinderatssitzung vom 1. November 2016 sprach sich der Gemeinderat geschlossen für die Förderung der Freiwilligenarbeit aus. Diese geschieht nicht nur lokal verankert, sondern beispielsweise auch in Selbsthilfegruppen, die von Klotenern geleitet oder besucht werden.

Fast alle von uns kennen diese Situation: Wir selber oder eine Person in unserem Umfeld ist mit einem Schicksalsschlag konfrontiert, der nicht alleine bewältigt werden kann. Sei es eine unheilbare Krankheit, der Tod eines nahestehenden Menschen, eine psychische Krankheit, Suchtprobleme und vieles mehr.

Oft sind Angehörige und Freunde überfordert, die Betroffenen fühlen sich alleine gelassen. Selbsthilfegruppen sind eine niederschwellige und kostengünstige Ergänzung zur professionellen Gesundheitsversorgung und haben vielfältige positive Effekte auf die psychische und physische Gesundheit.

Der gesellschaftliche und ökonomische Mehrwert rechtfertigt öffentliche Investitionen in den Aufbau einer Struktur der Selbsthilfeförderung, wie es auch die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt. Bund, Kanton und Stadt Zürich sowie weitere Gemeinden anerkennen die positive Wirkung der Selbsthilfe und unterstützen die Selbsthilfeförderung mit Leistungsverträgen.

Das Selbsthilfecenter in Zürich ist für die Bevölkerung der Stadt Kloten gemäss Beschluss des Kantonalen Sozialamts zuständig (siehe beiliegende Karte). Somit darf die Bevölkerung von Kloten die kostenlose Beratung (persönlich oder telefonisch) vom Selbsthilfecenter in Anspruch nehmen. Dabei können Fragestellende erfahren, ob eine der über 400 Selbsthilfegruppen im Grossraum Zürich für die eigene Situation geeignet ist. Nötigenfalls kann aber auch um Unterstützung für den Aufbau einer neuen Selbsthilfegruppe gebeten werden.

Es ist von grosser Wichtigkeit, dass die verschiedenen zuweisenden Stellen über die Angebote der Selbsthilfe Bescheid wissen und dies ihren Klienten entsprechend mitteilen können. Oft sind ja andere Unterstützungsmöglichkeiten oder Hilfsangebote aufgrund enger Budgets beschränkt – ein Hinweis auf die Selbsthilfe kostet nichts, kann jedoch für die Betroffenen eine riesige Hilfe sein.

Somit frage ich den Stadtrat:

1. Ist der Stadtrat bereit, eine kostenlose Präsentation in verschiedenen städtischen Einrichtungen (Sozialdienst, Pflegezentren etc.) zu ermöglichen, damit die städtischen Mitarbeitenden für die Selbsthilfe sensibilisiert werden und ihren Klienten diese Möglichkeit aufzeigen können? Oder ist eine andere Form der Sensibilisierung denkbar?

2. Inwiefern ist der Stadtrat bereit, sich anderweitig für die Förderung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe einzusetzen, die der Klotener Bevölkerung zugute kommt?

3. Inwiefern ist der Stadtrat bereit, dieses Anliegen auch finanziell mitzutragen?
Der Richtbeitrag – gemessen an der Bevölkerungszahl – als Unterstützung dieser Leistungen (kostenlose Beratung für die Klotener Bevölkerung) beträgt jährlich 2000 Franken.

Dokument Originalvorstoss_Interpellation_Tania_Woodhatch_EVP_Forderung_der_gemeinschaftlichen_Selbsthilfe.pdf (pdf, 91.9 kB)