Ein Rezept muss nicht immer aus der Apotheke kommen. Beim neuen Projekt «Soziales Rezept» geht es um Begegnung, soziale Kontakte und Unterstützung im Alltag.
Die Altersberatung der Stadt Kloten beteiligt sich gemeinsam mit weiteren Zürcher Gemeinden am Pilotprojekt «Soziale Rezepte in Gemeinden». Ziel ist es, Menschen ab 60 Jahren, die beispielsweise unter Einsamkeit, sozialer Isolation oder fehlender Unterstützung leiden, mit passenden Angeboten in ihrer Umgebung zu verbinden.
Denn nicht jedes Problem lässt sich mit einem Medikament oder einer medizinischen Behandlung lösen. Hausärztinnen und Hausärzte können erkennen, wenn eine soziale Unterstützung sinnvoll sein könnte. Mit einem «Sozialen Rezept» können sie ihre Patientinnen und Patienten gezielt an geeignete lokale Angebote weitervermitteln. Dazu gehören beispielsweise Begegnungsangebote, Gruppen, Freizeitaktivitäten oder Beratungsstellen.
In Kloten beteiligen sich das Ärztezentrum Kloten, Medbase Kloten, Dr. med. Laszlo Vass sowie der Sozialdienst des Spitals Bülach am Projekt.
Das «Soziale Rezept» soll den Zugang zu bestehenden Angeboten erleichtern und gleichzeitig die Arztpraxen bei zeitintensiven psychosozialen Fragestellungen entlasten. So werden medizinische und soziale Unterstützung besser miteinander vernetzt.
So funktioniert es
- Im Arztgespräch zeigt sich, dass eine soziale Unterstützung hilfreich sein könnte.
- Die Patientin oder der Patient erhält mit Einverständnis ein «Soziales Rezept».
- Vermittlung: Die Altersberatung unterstützt dabei, ein passendes Angebot in Kloten oder der Region zu finden.
Das Pilotprojekt wird von RADIX in Zusammenarbeit mit Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich durchgeführt und von Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt.
Weitere Informationen zum Projekt «Soziales Rezept» erteilt die Altersberatung Kloten unter Telefon 044 815 13 11 oder per Mail an altersberatung@kloten.ch.