Ziel des Meldetools ist weder eine repräsentative Statistik über Vorfälle noch die direkte Beratung Betroffener. Wie schon «Zürich/ Bern/ Luzern schaut hin» wollen die beteiligten Städte Übergriffe sichtbar machen und die Bevölkerung für Sexismus und Queerfeindlichkeit sensibilisieren. Einerseits um zu zeigen, dass übergriffiges Verhalten nicht tolerierbar ist, andererseits, um die Bevölkerung zum Handeln aufzurufen.
Sexismus und Queerfeindlichkeit machen aber nicht an Gemeindegrenzen Halt. Deshalb schliessen die Gemeinden Zürich, Bern und Luzern ihre städtischen Meldetools «Zürich/ Bern/ Luzern schaut hin» auf der gemeinsamen Plattform www.wirschauenhin.ch zusammen. Diese steht auch weiteren Gemeinden und Kantonen offen. Seit dem 25. Juni sind neben den Städten Zürich, Bern und Luzern auch Biel und Kloten beteiligt. Dies unter anderem im Rahmen der Umsetzung der Istanbul-Konvention, mit deren Ratifizierung sich die Schweiz verpflichtet hat, geschlechtsspezifische Gewalt zu bekämpfen.
Mit dem Zusammenschluss der Meldetools können die beteiligten Gemeinden Synergien nutzen, anstatt je eine eigene Plattform zu erstellen. Betroffene oder Beobachter/innen können sexistische und queerfeindliche Vorfälle über eine städtespezifische URL (z. B. klotenschauthin.ch) oder auf www.wirschauenhin.ch anonym melden. Sie finden auf dem Portal auch Hinweise zu Organisationen und Anlaufstellen, wo eine individuelle Beratung oder bei Bedarf auch eine Anzeige möglich sind. Ausserdem können die Städte die Meldungen von Vorfällen aus ihrem Stadtgebiet auswerten.
Weitere Informationen: www.klotenschauthin.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.