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Veranstaltungsreihe «Bildung im Alter»: Schlaf im Alter – was ändert sich?

8. Oktober 2026
Zahlreiche Seniorinnen und Senioren haben sich am «Tag des Alters» (1. Oktober) im Pfarreisaal der katholischen Pfarrei Christkönig in Kloten eingefunden, um interessante Inputs zu einem Thema zu erhalten, das alle Menschen betrifft: Schlaf und Schlaflosigkeit.

Im Rahmen der Reihe «Bildung im Alter» wurde Dr. Fabian Studer, leitender Arzt der Akutgeriatrie des Spitals Luzern, eingeladen, verschiedene Aspekte der Thematik rund um den Schlaf und die Schlaflosigkeit zu thematisieren.

Gleich zu Beginn stellte Dr. Studer klar, dass nicht jedes Erwachen in der Nacht als Schlafstörung bezeichnet werden kann. Die Faktoren dafür sind vielfältig und haben nicht zuletzt mit der Veränderung des Körpers im Alter zu tun. Nur, wer über mehrere Wochen in mindestens drei Nächten über mehrere Stunden wach bleibt und sich dann tagsüber auch noch müde fühlt, leidet an einer Schlafstörung. Diese sollte behandelt werden, weil sonst die Selbstversorgung abnimmt, der Risikofaktor für eine Demenzentwicklung steigt und das Sturzrisiko erhöht wird.

Erfreulicherweise kann man selber etwas tun, um seine Schlafqualität zu verbessern. Als Tipps hat der erfahrene Gerontologe genannt:

  • Sich nicht unter Druck setzen, sich stattdessen in Erinnerung rufen: es gehört zum normalen Altersprozess, dass wir weniger Schlaf brauchen (ca. 6 Stunden, 2-4 mal erwachen, insgesamt 2 Stunden wach dazwischen)
  • Schlafhygiene: keine schweren Mahlzeiten abends, Nikotin, Alkohol und Koffein meiden.
  • Kein Mittagsschlaf (oder höchstens 30 Minuten), kein Blaulicht im Zimmer (Handy, TV), ein ruhiges Schlafzimmer
  • Tagsüber aktiv sein (Krafttraining, Spaziergänge)
  • Pflanzliche Mittel zur Unterstützung: Lavendel, Melisse, Baldrian oder Hopfen als Tee, in Tropfenform oder alkoholfreies Bier.

Auf keinen Fall sollten Hypnotika zum Einsatz kommen, da diese schwer abhängig machen und die Sturzgefahr erheblich erhöhen.

Es war nicht die Nachtigall, es war die Lerche – hat Shakespeare einst gedichtet. Im Gegensatz zu den Teenagern, die wie die Eule nachtaktiv sind und bis mittags schlafen können, wird die ältere Generation als Lerchen-Typ bezeichnet: früher aufstehen, dafür schneller müde. 45 Seniorinnen und Senioren werden nach diesem interessanten Vortrag vielleicht ein bisschen entspannter mit den Wachphasen in der Nacht umgehen zu können.

Gespannt verfolgen die Teilnehmenden die Ausführungen von Dr. Fabian Studer zum Thema Schlaf und Schlaflosigkeit im Alter. Bild: Stadt Kloten (HK)