Im Herbst präsentierte sich eine grosse Vielfalt an Pilzarten, darunter auch solche, die in den vergangenen Jahren nur selten anzutreffen waren. Gleichzeitig fiel auf, dass einige der besonders beliebten und bekannten Speisepilze weniger häufig vertreten waren als in früheren Jahren. Dennoch zog es viele Pilzsammlerinnen und -sammler in die Wälder und die Pilzkontrollstellen waren gut besucht. Es dürfte dabei auch die eine oder andere schmackhafte Pilzmahlzeit auf den Tisch gekommen sein.
Solide Kontrollen
Die Bilanz des Pilzjahres 2025 zeigt insgesamt ein stabiles Niveau. Mit 220 ausgestellten Kontrollscheinen wurden etwa gleich viele Kontrollen durchgeführt wie im Vorjahr. Von den kontrollierten Funden enthielten 180 Sammelgänge ungeniessbare oder verdorbene Pilze. In 36 Fällen wurden Giftpilze festgestellt, darunter in 10 Fällen auch tödlich giftige Exemplare. Insgesamt mussten rund 50,1 kg ungeniessbare oder verdorbene Speisepilze nach der Kontrolle wieder in den Wald entlassen werden.
Erfreulich ist, dass die Menge an giftigen Pilzen insgesamt überschaubar blieb. Lediglich 1,5 kg Giftpilze wurden aussortiert, wovon es sich bei 0,56 Gramm um tödlich giftige Arten handelte.
Weniger Speisepilze
Durch die Kontrollstelle konnten rund 118,6 kg Speisepilze freigegeben werden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von rund 53 kg. Trotz der geringeren Ausbeute war die Saison für viele Pilzfreunde dennoch lohnend. Die grosse Artenvielfalt machte das Sammeln spannend und abwechslungsreich.
Zur Kontrollstelle
Der Pilzkontrolle Zürcher Unterland sind insgesamt 25 Gemeinden und knapp 175'000 Einwohnerinnen und Einwohner angeschlossen. Organisiert und verwaltet wird sie durch die Stadt Kloten. Die Bevölkerung der angeschlossenen Gemeinden können ihre Pilze während der Kontrollsaison in den drei Kontrollstellen in Embrach, Kloten und Stadel an fünf Tagen pro Woche durch die sieben Pilzkontrolleurinnen und -kontrolleure prüfen lassen.