Bei einem Grünastbruch können lebende, belaubte Äste abbrechen, ohne dass vorher sichtbare Warnzeichen erkennbar sind. Das Phänomen ist bei verschiedenen Baumarten und in verschiedenen Regionen bekannt. Besonders häufig tritt es bei grossen, ausgewachsenen Bäumen mit weit ausladenden Ästen auf.
Die langanhaltende Trockenheit setzt die Bäume unter starken Stress und kann einzelne Äste schwächen. Unter bestimmten Bedingungen können diese deshalb spontan abbrechen. Die genauen Ursachen sind wissenschaftlich noch nicht abschliessend geklärt.
Das Tückische: Auch äusserlich gesund und unauffällig wirkende Äste können plötzlich abbrechen. Ein bevorstehender spontaner Astbruch lässt sich nicht zuverlässig erkennen. Auch eine fachkundige Kontrolle kann ihn nicht vollständig ausschliessen.
Eichen und Buchen besonders im Fokus
Besondere Vorsicht ist bei grossen Bäumen mit weit ausladenden Kronen geboten. Lange und schwere Äste sind hohen Belastungen ausgesetzt und können insbesondere bei anhaltendem Trockenstress plötzlich abbrechen. Dies betrifft nicht nur Eichen und Buchen, sondern auch andere Baumarten.
Verhalten im Wald
Das Forstrevier Kloten bittet die Bevölkerung, die aktuelle Situation ernst zu nehmen und das Verhalten entsprechend anzupassen:
- Bei längeren Aufenthalten sollte der direkte Aufenthalt unter grossen Baumkronen möglichst vermieden werden.
- Für Picknicks, zum Spielen oder für längere Pausen sind offene Bereiche oder Standorte mit geringer Kronenüberschirmung vorzuziehen.
- Bei Wind, starken Böen oder Gewittern ist im Wald besondere Vorsicht geboten.
- Absperrungen und Signalisationen sind zwingend zu beachten.
Das Forstrevier Kloten beobachtet die Situation laufend und trifft bei konkreten Gefahren die erforderlichen Massnahmen.