Die Stadt Kloten verurteilt jede Form von Gewalt und ist sich der Wichtigkeit der Prävention und des Schutzes von Betroffenen bewusst. Die Massnahmen der Stadt Kloten setzen auf unterschiedlichen Ebenen an und richten sich sowohl an die gesamte Bevölkerung als auch gezielt an besonders gefährdete Personen und Personengruppen.
Niederschwellige Hilfe und Prävention
Mit der Plattform «Kloten schaut hin» steht seit Juni 2026 ein niederschwelliges Meldetool zur Verfügung. Über die Plattform können Belästigungen oder beobachtete Belästigungen unkompliziert gemeldet werden. Zudem werden verschiedene Beratungsangebote vorgestellt und die Kontaktangaben geteilt.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Einzelfallhilfe. Der Sozialdienst, die Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, die Altersberatung, das Asylwesen und weitere Fachstellen beraten und begleiten Betroffene, vermitteln bei Bedarf an spezialisierte Beratungsangebote und leiten – wenn erforderlich – weitere Schutzmassnahmen ein. Dazu gehören beispielsweise Meldungen an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB).
Kinder und Jugendliche besonders im Fokus
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiger Bestandteil der städtischen Arbeit. Die Schulsozialarbeit unterstützt Kinder und Jugendliche bei individuellen Problemen und arbeitet auch projektbezogen zu den entsprechenden Themen. Der Kinder- und Jugendbeauftragte sorgt dafür, dass die Kinderrechtskonvention und das Kinder- und Jugendleitbild in Kloten verankert sind. Auch die Familienbeauftragte trägt mit der Aufsicht über Krippen, Tagesfamilien und private Horte sowie mit verschiedenen Angeboten zur Prävention und zum Kindesschutz bei.
Die Jugendarbeit arbeitet niederschwellig, aufsuchend und fallbezogen. Eine Jugendbefragung hat Fragen zu Gewalt und Jugendschutz aufgenommen. Daraus entstand unter anderem die aufsuchende Jugendarbeit «8302 UME», die im April 2025 ihre Arbeit aufgenommen hat.
Auch im Alter und im Gesundheitsbereich hinschauen
Gewalt kann Menschen in jeder Lebensphase betreffen. Deshalb sind auch die Altersberatung und die Spitex in die Präventions- und Unterstützungsarbeit eingebunden. Die Altersberatung informiert, berät und begleitet Betroffene und Angehörige und vermittelt bei Bedarf an spezialisierte Angebote. Die Spitex ist sensibilisiert für mögliche Anzeichen häuslicher Gewalt und klärt Verdachtsfälle intern ab beziehungsweise zieht bei Bedarf weitere Stellen bei.
Fachwissen und Zusammenarbeit
Die Mitarbeitenden der für diese Themen relevanten Fachabteilungen werden gezielt geschult. Dies erfolgt unter anderem über externe Aus- und Weiterbildungen sowie abteilungsspezifisch in Inter- und Supervisionen oder anderen Gefässen.
Auch die Stadtpolizei ist in Prävention und Intervention eingebunden. Sie arbeitet mit anderen Kommunalpolizeien und der Kantonspolizei Zürich zusammen, beteiligt sich an Kampagnen und kann bei konkreten Fällen direkt intervenieren oder Betroffene an spezialisierte Angebote vermitteln.
Die Stadt Kloten arbeitet zudem mit verschiedenen Organisationen im Sozial- und Gesundheitsbereich zusammen, unter anderem in der Suchtprävention, in der Suchtberatung sowie in der Arbeits- und sozialen Integration. Darüber hinaus engagiert sie sich über kantonale und nationale Fachgremien für die Prävention und Sensibilisierung.
Informationen müssen ankommen
Die Stadt Kloten unterstützt die nationale Kampagne «Gleichstellung verhindert Gewalt» und die Bekanntmachung der Opferhilfe-Telefonnummer 142. Informationen gelangen über die Fachstellen direkt zu Betroffenen und Klientinnen und Klienten, über Kampagnen an die breite Bevölkerung sowie über die verschiedenen städtischen Angebote an spezifische Zielgruppen.
Die Stadt Kloten beobachtet die Entwicklungen laufend und führt ihr Engagement im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Zuständigkeiten fort.