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Inhalt

Interpellation 8938; Thomas Schneider, SVP; Personalsituation, wie soll es mit der Schule Kloten weiter gehen?

Nummer
8938
Geschäftsart
Interpellation
Status
Abgeschrieben
Datum
15. Mai 2023
Verfasser/Beteiligte
Schneider Thomas (Erstunterzeichner/-in), Brunner Urs (Mitunterzeichner/-in), Eberhard Sandra (Mitunterzeichner/-in), Gerber André (Mitunterzeichner/-in), Käser Rico (Mitunterzeichner/-in), Morf Ueli (Mitunterzeichner/-in), Ruosch Florian (Mitunterzeichner/-in), Trachsel Christian (Mitunterzeichner/-in)
Beschreibung

Wir haben mit Erschrecken die Fluktuationszahlen der Schule Kloten zur Kenntnis genommen. Wir stellen fest, dass diese so hoch ist wie noch nie. In den Erläuterungen wird darauf hingewiesen, dass dies dadurch begründet ist, dass die befristeten Anstellungen auslaufen. Das mag zwar einen Grund darstellen, ist aber bestimmt nicht die abschliessende Begründung. Fakt ist, dass in Kloten jede 4te Lehrperson den Beruf wechselt und die Klasse
auf das Schuljahr 23/24 verlassen wird.

Wir erwarten vom Stadtrat und von der Schulbehörde Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Wie begründet der Stadtrat die Fluktuation und damit meinen wir nicht eine erneute Nennung der Zahlen unter der publizierten Grafik sondern eine weiterführende Begründung?
  • Welche konkreten Massnahmen wurden von der Schule Kloten getroffen, um die Fluktuation beim Lehrpersonal zu beeinflussen und — damit verbunden — welche konkreten Massnahmen stecken hinter dem Projekt «Personal halten und gewinnen», welches als Lösungsansatz formuliert ist?
  • Welche gesetzlichen Möglichkeiten hat die Schule Kloten, Personal zu halten und zum Verbleib in Kloten zu beeinflussen? Sind diese Möglichkeiten ausgeschöpft?

In den früheren Anfragen zu diesem Thema wurde auch immer wieder auf das in der Schule Kloten laufende Projekt FSL (Fokus starke Lernbeziehungen) eingegangen. Die Bildungsdirektion schreibt auf Ihrer Webseite folgendes: «Die Resultate zeigen auf, dass FSL die Schulorganisation vereinfacht, einen Beitrag zur Weiterentwicklung des integrativen Unterrichts leistet und eine effizientere Zusammenarbeit ermöglicht. Die Stärkung der Lernbeziehungen konnte hingegen nicht nachgewiesen werden. Deshalb beschloss der
Regierungsrat, auf die flächendeckende Einführung des Modells zu verzichten.» Die Schule Kloten hat sich entschieden, trotz anderslautender Empfehlung an dem Projekt weiter festzuhalten.

Wir erwarten vom Stadtrat und von der Schulbehörde in diesem Zusammenhang Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Unter welchen Kriterien wurde entschieden, an dem Projekt festzuhalten trotz der anders lautendenden Empfehlung der Bildungsdirektion?
  • Wie steht die Weiterführung des Schulversuchs in Zusammenhang mit der Fluktuation der Schule Kloten?
  • Wie ist im Vergleich mit anderen an dem Versuch teilnehmenden Gemeinden die Fluktuation und wie steht diese im Verhältnis mit allen anderen Gemeinden im Kt. Zürich und insbesondere der Nachbargemeinden?

Dass durch Lehrpersonalwechsel innerhalb des Klassenzuges auch die Noten leiden und durch die Beibehaltung von Schulversuchen die Kosten für Betreuung steigen ist selbstredend da Ergänzungsunterricht und Integrationsaufgaben zusehends an die Klassenlehrpersonen delegiert werden. So ist im FSL ausgeführt, dass auch DaZ (Deutsch als Zweitsprache) über die integrierte Schule unterrichtet wird. Im Bericht der Bildungsdirektion wird festgehalten: ((Es zeigen sich bedeutsame Unterschiede in der Rechtschreibung zwischen FSL-Klassen und Vergleichsklassen: Schülerinnen und Schüler der Vergleichsklassen machen weniger Fehler als die Schülerinnen und Schüler in den FSL-Klassen, was vor allem auf das geringere Leistungsniveau
der Schülerinnen und Schüler der Staffel 1 zurückzuführen ist, welche am längsten am Schulversuch teilnimmt». Aktuell ergibt sich dazu jetzt die Möglichkeit, ebenfalls entsprechende Fragen zu stellen, welche den Zusammenhang zwischen Lehrerwechsel, Schulversuch und Schülerleistung und die damit verbundenen Kosten zeigen können.


Wir bitten daher den Stadtrat um folgende Antworten respektive Ergänzungen bestehender Unterlagen:

  • Wie haben sich die Kosten pro Kind in den letzten Jahren entwickelt und ist der Stadtrat in der Lage basierend auf dem Beschluss 75-2016 vom 24. Mai 2016 den Berichtszeitraum auf Ende 2022 zu ergänzen. Wenn nein, warum nicht und wie kann eine entsprechende Vergleichbarkeit über die letzten Jahre im Hinblick auf die Kosten dargestellt werden?
  • Wie hat sich der Notenspiegel in den MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und den sprachlichen (Deutsch, Französisch, Englisch) Fächern im Berichtszeitraum oben (1999 bis 2022) verändert?
  • Wie ist die Gymnasialquote in selbigem Berichtszeitraum und wie können allfällige Veränderungen begründet werden?
  • Wie hat sich die Quote der Schulabgängerinnen und Abgänger entwickelt, für die nach der obligatorischen Schule keine Lösung vorhanden ist?
  • Wie stehen die Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus Kloten nach Einschätzungen der verantwortlichen Personen generell im Vergleich mit anderen Gemeinden da?

Wir danken dem Stadtrat, der Schulbehörde und der Verwaltung für die Beantwortung der Fragen.

Zugehörige Objekte

Name
Interpellation 8938 (PDF, 183 kB) Download 0 Interpellation 8938
GR-B 37-2023 vom 06.06.2023; Interpellation 8938; Begründung (PDF, 167 kB) Download 1 GR-B 37-2023 vom 06.06.2023; Interpellation 8938; Begründung
StR-Beschluss_225-2023_vom_23.08.2023;_Interpellation;_Beantwortung.pdf (PDF, 895 kB) Download 2 StR-Beschluss_225-2023_vom_23.08.2023;_Interpellation;_Beantwortung.pdf
GR-Beschluss_50-2023_vom_05.09.2023_-_Interpellation_8938_-_Beantwortung.pdf (PDF, 409 kB) Download 3 GR-Beschluss_50-2023_vom_05.09.2023_-_Interpellation_8938_-_Beantwortung.pdf
Datum Sitzung