Die Stadt Kloten steht in den kommenden Jahren vor bedeutenden Investitionen und finanziellen Herausforderungen. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an die öffentliche Verwaltung stetig. Eine leistungsfähige Verwaltung ist für einen funktionierenden Service public unerlässlich. Ebenso wichtig ist jedoch ein verantwortungsvoller und nachhaltiger Umgang mit den finanziellen Mitteln der Bevölkerung.
Mit dem Stadtratsbeschluss Nr. 163-2026 vom 16. Juni 2026 wurde der Prozess der Stellenplanung grundlegend überarbeitet. Seit einigen Jahren werden Stellenanträge systematisch verschiedenen Kategorien zugeordnet, insbesondere gebundene Stellen, und neue Stellen infolge Überlastung oder Leistungsausbau, Stellenverschiebungen, Stellenbereinigungen sowie Ausbildungsstellen. Gleichzeitig schafft der Stadtrat mehr Transparenz über die Entwicklung des Stellenplans und dessen finanzielle Auswirkungen.
Personalkosten gehören zu den grössten wiederkehrenden Ausgaben einer Gemeinde. Sie beeinflussen die finanzielle Handlungsfähigkeit und den Handlungsspielraum zukünftiger Budgets über viele Jahre hinweg. Für eine nachhaltige Finanzpolitik erscheint es deshalb wichtig, die Entwicklung des Personalbestands nicht nur jährlich, sondern auch langfristig zu betrachten und zu beurteilen, mit welchen Instrumenten dessen Wachstum gesteuert wird.
Deshalb stelle ich dem Stadtrat folgende Fragen:
- Wie haben sich die Anzahl Vollzeitstellen (FTE), die Personalkosten sowie die ständige Wohnbevölkerung der Stadt Kloten in den letzten zehn Jahren entwickelt?
Der Stadtrat wird gebeten, die Entwicklung in einer übersichtlichen Zeitreihe darzustellen und zu beurteilen, wie, warum (und in welche Richtung) sich das Wachstum der Verwaltung im Verhältnis zur Bevölkerungsentwicklung bewegt hat.
- Wie verteilen sich die zusätzlich geschaffenen Stellen der letzten zehn Jahre auf die heute angewendeten Kategorien (gebundene Stellen, neue Stellen, Stellenverschiebungen, Stellenbereinigungen sowie Ausbildungsstellen)? Wie beurteilt der Stadtrat diese Entwicklung?
- Welche Instrumente und Kriterien setzt der Stadtrat heute ein, um insbesondere das Wachstum der ungebundenen beziehungsweise politisch beeinflussbaren Stellen langfristig zu steuern? Erachtet der Stadtrat diese Instrumente als ausreichend?
- Welche Möglichkeiten sieht der Stadtrat, auch bei gebundenen Stellen den Personalbedarf zu beeinflussen, beispielsweise durch Digitalisierung, organisatorische Optimierungen, Prozessverbesserungen, interkommunale Zusammenarbeit oder durch Einflussnahme gegenüber Kanton und Bund?
- Wie haben sich in den letzten zehn Jahren ausgelagerte Leistungen, Dienstleistungen Dritter, externe Mandate sowie der Einsatz von temporären Personalressourcen entwickelt? Inwiefern beeinflussen diese die Entwicklung des eigentlichen Personalbestands der Stadtverwaltung?
- Welche objektiven Kriterien erachtet der Stadtrat als geeignet, um die zukünftige Entwicklung des Personalbestands langfristig zu beurteilen und zu steuern, damit die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt nachhaltig gewährleistet bleibt?
Besten Dank für die fristgerechte Beantwortung meiner Fragen.