Während in den letzten Jahren oft höhere Steuererträge bei den juristischen Personen zu einem besseren Ergebnis der Jahresrechnung führten, liegt der Fall im Jahr 2025 anders. Einerseits führte der Vollzug des bereits vor einigen Jahren vom Gemeinderat beschlossenen Geschäfts zum Verkauf des Grundstücks Wald Oberhau mit der Kat.-Nr. 6004 im Wert von rund 12.3 Mio. Franken an die Flughafen Zürich AG zu einem höheren Ertrag, da dieser Landverkauf nicht budgetiert werden konnte. Andererseits waren es mit 9.3 Mio. Franken (+6.2 Mio.) höhere Erträge bei den Einkommenssteuern der Vorjahre und mit 15.7 Mio. Franken (+8.9 Mio.) höhere Quellensteuern bei den natürlichen Personen, welche das Ergebnis stark verbesserten. Die Grundstückgewinnsteuern landeten mit 12.2 Mio. Franken (+3.7 Mio.) deutlich über dem budgetierten Wert von 8.5 Mio. Franken. Die Verbesserung der Gewinnsteuern der juristischen Personen auf 90.1 Mio. Franken (+2.5 Mio.) Franken bleiben da fast eine Randnotiz. Ausserdem wurde der Wertzuwachs der Flughafenaktien mit rund 2.6 Mio. Franken in den Büchern notiert.
Auf der Seite der Ausgaben zeigte sich der Personalaufwand mit 60.9 Mio. Franken rund Fr. 1.1 Mio. tiefer als budgetiert. Der Sach- und Betriebs-aufwand blieb mit 30.9 Mio. Franken rund 4.7 Mio. Franken unter Budget. Die Nettoinvestitionen stiegen gegenüber dem Vorjahr (44.0 Mio.) deutlich auf 48.4 Mio. Franken an, blieben jedoch aufgrund von Verzögerungen rund 10.0 Mio. Franken unter Budget. Das mit Abstand grösste Investitionsprojekt war auch im Jahr 2025 die Sanierung und Erweiterung der Schulanlagen Nägelimoos mit Ausgaben von rund 23.5 Mio. Franken. Der Kauf der Liegenschaft Dorfstrasse 13/15 schlug mit 4.2 Mio. Franken in der Investitionsrechnung zu Buche. Die anhaltend hohe Investitionstätigkeit führte zudem zu einer erneuten Erhöhung der Abschreibungen um 2.7 Mio. Franken auf 12.5 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr, blieb dabei jedoch unter den budgetierten 13.6 Mio. Franken.
Die Pflegekosten steigen unvermindert steil an. Während im Budget knapp 10.0 Mio. Franken dafür vorgesehen waren, betrug der Aufwand effektiv 12.3 Mio. Franken, das ist auch gegenüber der Rechnung 2024 eine Steigerung um satte 1.5 Mio. Franken. Ursache für diese Steigerung ist neben der demografischen Entwicklung primär der massive Anstieg der Kosten für die Beiträge der öffentlichen Hand an private Unternehmen
Die Einzahlung in den kantonalen Ressourcenausgleich verbleibt aufgrund der Mehrerträge bei den Steuern auf ähnlich hohem Rekordniveau wie im Vorjahr. Waren im Budget dafür noch 34.8 Mio. Franken vorgesehen, beläuft sich der Betrag in der Rechnung auf rund 43.0 Mio. Franken. Die-ser Betrag setzt sich zusammen aus der Bildung einer Rückstellung von 46.8 Mio. Franken für die Bemessungsperiode 2025 sowie der Minderung der bestehenden Rückstellung für die Bemessungsperiode im Jahr 2024 um 3.8 Mio. Franken.
Wie im Budget vorgesehen, konnte der Betrag von 8 Mio. Franken in die finanzpolitische Reserve eingelegt werden. Diese hat damit per 31.12.2025 einen Stand von 57.5 Mio. Franken erreicht, was noch 32.5 Mio. Franken unter dem strategischen Ziel von Fr. 90 Mio. Franken liegt.
Der Stadtrat hat den Rechnungsabschluss genehmigt und an den Gemeinderat überwiesen. Details zum Rechnungsabschluss sind auf der Website verfügbar: www.kloten.ch/rechnung